„Ein perfektes Bindeglied“

KVWL setzt „Digi-ManagerIn“-Programm weiter fort – Dritte Ausbildungsrunde startet

Praxis Dr. Tischler Digi-ManagerIn
© KVWL
Einer, der mit seiner Praxis bereits am Programm teilgenommen hat, ist Dr. Max Tischler. Digi-Managerin Laura Turnschek hat immer die neuesten Entwicklungen im Auge.

Dortmund, 08.09.2025 – Diese Fortbildung sorgt für einen echten Digitalisierungsschub in den Praxen: Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) setzt ihr innovatives „Digi-ManagerIn“-Programm weiter fort. Am Montag (8. September) beginnt die dritte Ausbildungsrunde mit rund 50 Teilnehmenden. Insgesamt sind seit Programmstart im Jahr 2023 mehr als 120 Digi-Manager und -Managerinnen ausgebildet worden. Was ist das Besondere an dieser Fortbildung? Welche Inhalte werden vermittelt? Und welchen Nutzen hat das Programm für die teilnehmenden Praxen?

Schon heute gehören die Online-Terminvergabe, digitale Voranamnese, Online-Rezeptbestellungen oder Videosprechstunden für viele Praxisteams zum Arbeitsalltag. Um dem steigenden Bedarf an Digitalisierungskompetenz gerecht zu werden, hat die KVWL einen speziellen Fortbildungslehrgang konzipiert, der sich an nichtärztliches Praxispersonal richtet.  Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung von Multiplikatoren, die den digitalen Wandel innerhalb der Praxisstrukturen vorantreiben und zu Ansprechpartnern für die digitalisierte Patientenversorgung werden. Dabei lernen die angehenden Digi-Manager und -Managerinnen unter anderem den Digitalisierungsstand ihrer Praxis anhand eines Reifegradmodells (s. Info) zu ermitteln, um daraus eigene Strategien und Projekte abzuleiten – ganz praxisindividuell.

„Komplettes Praxisteam mitnehmen“

Einer, der mit seiner Praxis bereits am Programm teilgenommen hat, ist Dr. Max Tischler. Der Facharzt für Dermatologie und Allergologie aus Dortmund ist vom Angebot begeistert: „Wir haben unsere Praxis komplett digital aufgestellt. Automatisierte Prozesse und digitale Anwendungen gehören für mich für eine möglichst optimale Praxisstruktur dazu. Dabei war es mir wichtig, das komplette Praxisteam mitzunehmen. Niemand sollte abgehängt werden. Unsere Digi-Managerin Laura Turnschek ist dabei ein perfektes Bindeglied. Sie hat zudem immer die neuesten Entwicklungen im Auge, so können wir unsere Prozesse bei Bedarf zügig anpassen. Meiner Meinung nach sollte jede Praxis eine Digi-Managerin haben!“

Das Ziel der Praxis? Mehr Zeit für die Patientenversorgung: „Unser Wunsch war es, möglichst papierlos durch den Arbeitsalltag zu kommen. Damit wir am Ende des Tages mehr Zeit für wichtige Aufgaben, mehr Zeit für unsere Patienten haben. Deshalb nutzen wir viele verschiedene Online-Tools, um unsere Prozesse möglichst effektiv zu halten. Dabei war das Fortbildungsprogramm der KVWL sehr hilfreich. Der Kurs gibt einen guten Überblick über mögliche Anwendungen und Tools. Im praktischen Teil kann man die digitalisierten Angebote dann auch direkt live in einer volldigitalisierten Musterpraxis der KVWL testen“, so Turnschek.

Das Ziel der Praxis? Mehr Zeit für die Patientenversorgung: „Unser Wunsch war es, möglichst papierlos durch den Arbeitsalltag zu kommen. Damit wir am Ende des Tages mehr Zeit für wichtige Aufgaben, mehr Zeit für unsere Patienten haben. Deshalb nutzen wir viele verschiedene Online-Tools, um unsere Prozesse möglichst effektiv zu halten. Dabei war das Fortbildungsprogramm der KVWL sehr hilfreich. Der Kurs gibt einen guten Überblick über mögliche Anwendungen und Tools. Im praktischen Teil kann man die digitalisierten Angebote dann auch direkt live in einer volldigitalisierten Musterpraxis der KVWL testen“, so Turnschek.

Mit ihrem Urteil zum „Digi-ManagerIn“-Programm sind Dr. Max Tischler und Laura Turnschek nicht allein. Ganz im Gegenteil. „Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet in großen Schritten voran. Sie darf jedoch zu keinen weiteren Belastungen der Praxen führen, sondern muss Prozesse vereinfachen“, sagt Anke Richter-Scheer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVWL. Sie erläutert: „Genau hier setzt unser Fortbildungsangebot zur ‚Digi-ManagerIn‛ an. Die Rückmeldungen aus den ersten beiden Jahrgängen waren durchweg positiv. Die teilnehmenden Praxen haben im Anschluss einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ich selbst habe in meiner Praxis eine Digi-Managerin und möchte sie definitiv nicht mehr missen. Als KVWL stand es für uns außer Frage, dieses erfolgreiche Programm weiterzuentwickeln und fortzusetzen.“ -DM

Anmeldung, Termine und weitere Infos

Der nächste Ausbildungslehrgang startet im Februar 2026. Alle Termine, Anmeldung und weitere Informationen zum „Digi-ManagerIn“-Programm finden Sie auf unserer Themenseite

Digitales Reifegradmodell

Die KVWL hat in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke ein Reifegradmodell zur Erhebung des Digitalisierungsgrads in Praxen entwickelt. Das bereits in der Praxis bewährte Modell misst Haupt- und Nebenfaktoren anhand von fünf Kategorien: Unternehmenssteuerung, Infrastruktur, Behandlung & Therapie, Patientenlenkung und Administration. Die fünf Kategorien unterteilen sich in 50 Kriterien, die jeweils auf einer fünfstufigen Skala einzustufen sind. Die Ergebnisse werden dann anhand einer Grafik dargestellt. So erhalten die Praxen einen Überblick über ihren Digitalisierungsgrad und die Bereiche, in denen noch Verbesserungsbedarf besteht.

KVWL-Pressestelle